Beim US-Kerzenhändler Goose Creek Candle Company wurden laut Have I Been Pwned 6,6 Millionen Kundendatensätze offengelegt. Die Daten stammen offenbar aus der Shopify-Umgebung des Unternehmens und umfassen Namen, Telefonnummern, Lieferadressen, Bestellnummern und Bestellsummen. Passwörter und vollständige Kartendaten waren nicht betroffen. Das eigentliche Risiko: Adressen, Telefonnummern und Bestellhistorien lagen bisher nicht in dieser Form vor und sind präzise genug für sehr glaubwürdige Phishing-Mails, die sich auf eine echte Bestellung beziehen. Wer als EU-Kunde dort bestellt hat, kann seine Rechte nach DSGVO geltend machen.
Nach einem Leck: der Teil, den die meisten überspringen
Eine geleakte E-Mail-Adresse und Telefonnummer bleiben nicht in einem einzigen Datensatz: Datenhändler kaufen Leak-Daten, führen sie mit öffentlichen Registern zusammen und verkaufen sie weiter. Deshalb kommen Spam-Anrufe und Phishing-SMS noch Monate später. Die Löschung beim betroffenen Unternehmen ist nur der erste Schritt — erst die Entfernung aus dem Händler-Netzwerk stoppt die Folgeschäden.